Neulich bei der Polizei: "Polnische Diebe"

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13.

März
2011
Sonntag

In ihrer täglichen Presseinformation berichtet die Polizeidirektion Westsachsen von einem Vorfall am 13. März, bei dem "zwei polnische Männer (...) versuchten (an einem Fahrzeug) Räder abzubauen und zu entwenden", wobei sie und Beamt_innen des "Torgauer Reviers gestellt und vorläufig festgenommen" wurden.

Die in der PM aufgeführte Tat steht jedoch in keinerlei erkennbarem Zusammenhang mit der Herkunft der Tatverdächtigen, sodass der Hinweis nicht zum Verständnis beiträgt. Das Problematische daran: Die nicht-sachgerechte Verknüpfung von Kriminalität mit der zugeschriebenen nicht-deutschen Herkunft fördert und festigt bestehende rassistische Vorurteile in der Bevölkerung über "Ausländer". Der Pressekodex des Deutschen Presserates verlangt daher: "In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte." (Richtlinie 12.1 des Pressekodex)