NPD-"Suppe für Bedürftige" am Lindenauer Markt

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18.

Januar
2009
Sonntag

Am Sonntag führte die NPD von 11 Uhr bis 13.00 Uhr eine Propagandaveranstaltung auf dem Lindenauer Markt durch. Mit "Suppe für Bedürftige" und Propaganda-Material wollte die rechte Partei im Stadtteil ihre vermeintliche soziale Ader zeigen.

Die von der NPD für 50 TeilnehmerInnen angemeldete Veranstaltung konnte lediglich im kleineren Rahmen durchgeführt werden. 20 Nazis betreuten das Informationszelt und einen Anhänger voll Suppe. Neben den Veranstaltern nutzte dieses Angebot nur eine handvoll PassantInnen. Vornehmlich waren ältere NPD-Mitglieder anwesend. Weder autonome Nationalisten noch aus dem Fußballmilieu stammende Rechtsradikale waren auf dem Lindenauer Markt präsent.

Am Rande der Veranstaltung wurde ein Pressemitarbeiter mehrfach körperlich bedroht. Die anwesende Polizei griff nicht ein, trotzdem Passanten auf die Bedrohungssituation hinwiesen. Der Jounalist wollte aus Datenschutzgründen allerdings keine Anzeig erstatten.

Die Kundgebung stellt die seit längerer Zeit erste Veranstaltung der NPD im öffentlichen Raum Leipzigs dar. Im Kontext der Eröffnung des NPD-Zentrums in Lindenau kam es in den vergangenen Monaten zunächst zu verstärkter NPD-Propaganda in Form von Postwurfsendungen und Aufklebern im Straßenbild.

Quelle: 

Antifaschistisches Netzwerk Leipzig-West
Ladenschluss-Bündnis