NPD-Landtagsabgeordneter greift Club-Besucher mit verbotenem Pfefferspray an

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17.

August
2008
Sonntag

Der sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel greift bei einer Auseinandersetzung mit einer anderen Person vor einem Club in der Leipziger Hainstraße zu Pfefferspray. Zwei unbeteiligte Frauen werden durch die Pfefferspray-Attacke ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig prüft nun die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den NPD-Mann wegen Körperverletzung, da der Einsatz von Pfefferspray gegen Menschen in Deutschland nur der Polizei gestattet ist.

Zum genauen Ablauf gibt es widersprüchliche Angaben. Laut LVZ soll es sich bei der angegriffenen Person um einen "Kameraden" von Gansel handeln. Nach einem Bericht von NPD-Blog.info soll das Opfer hingegen ein Mitarbeiter der Kampagne "Laut gegen Nazis" gewesen sein und auch ein entsprechendes T-Shirt getragen haben, weshalb ihn der Landtagsabgeordnete bereits im Club angepöbelt habe. Später habe er ihm dann vor dem Club aufgelauert. Gansel selbst stellt sich in einer Pressemitteilung dagegen als Angriffsopfer dar und beruft sich auf sein "Recht auf Notwehr".

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