Am Rande von Legida: Frauenfeindliche Äußerung eines Polizisten

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2.

Mai
2016
Montag

Am Rande der Blockade des Legida-Aufmarsches am Martin-Luther-Ring kam es zu einer Diskussion zwischen einer Frau und einem Polizeibeamten, bei der der Polizist eine frauenfeindliche Äußerung tätigte.

Die Frau entfernte sich einige Meter von ihrer Gruppe. Als sie zu dieser zurückgehen wollte, wurde sie daran gehindert. Während der Diskussion mit einem Polizeibeamten, weshalb sie am Zurückkehren zu ihrer Gruppe gehindert wird, mischte sich ein weiterer Beamter ein und wies sie daraufhin, hinter die Absperrung zu ihrer "Freundin" zu gehen. Auf die Frage, wie er darauf komme, dass das ihre Freundin sei, antwortete er: „Ich beantworte keine Fragen von Frauen“.

Als er für die Äußerung aufgefordert wurde, seinen Namen anzugeben, um eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen, meinte er, sein Name würde "Adammann" lauten. Die Beteiligte sah dies als ein Akt des Vorführens an, da sich der Polizist einen Name ausgedacht habe, der als Inbegriff von Männlichkeit angesehen werden kann: Der Zusammensetzung aus "Adam" und "Mann". Damit schien der Beamte nicht nur seine Autorität durch das Tragen einer Uniform, sondern auch seine Überlegenheit aufgrund seines "Mann"-Seins aufzeigen zu wollen.

Quelle: 

Augenzeug_innenbericht