Rassistische Sonderbehandlung für Schwarzen Fahrgast bei LVB

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6.

Juli
2019
Samstag

Ein 24-jähriger Schwarzer Fahrgast fährt mit der Linie 14 der LVB, als ein Kontrolleur gezielt auf ihn zukommt und ihn zuerst kontrolliert. Andere Fahrgäste werden erst später aufgefordert ihre Fahrscheine zu zeigen, obwohl sie näher am Eingang sitzen. Offensichtlich liegt die Priorität bei ihm, weil er Schwarz ist.
Der Mann besitzt kein gültiges Ticket und verständigt sich darüber mit den Kontrolleur_innen auf Englisch. Da er aufgrund seiner aufenthaltsrechtlichen Situation seine Adresse nicht vollständig angeben kann, wird er gebeten am Wilhelm-Leuschner-Platz, zusammen mit den Kontrolleur_innen, auszusteigen. Dieser Aufforderung kommt er nach. Nachdem er ausgestiegen ist, umringen ihn fünf Kontrolleur_innen und drohen mit der Polizei. Der Betroffene machte weder vorher noch hinterher Anstalten, sich der Situation zu entziehen, sondern löste diese schließlich durch eine Zahlung der Strafe in Höhe von 60€ auf.
Nach der Wahrnehmung des Betroffenen handelte es sich in dieser Situation um eine rassistische Sonderbehandlung.

Quelle: 

chronik.LE