Rechte Mahnwache in Wurzen

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16.

Januar
2018
Dienstag

Nach einem rassistisch motivierten Übergriff am Freitag dem 12. Januar 2018 in Wurzen organisieren rechte Jugendliche, Hooligans und Neonazis eine Mahnwache um ihre Version der Geschichte zu verbreiten. Nach ihrer Vorstellung sind die Opfer in ihren Reihen zu suchen. Auf einem auf der Kundgebung verteilten Flyer heißt es, dass einer der beiden Jugendlichen ins künstliche Koma hätte gelegt werden müssen. Der Polizeisprecher Uwe Voigt weist dies als "Gerüchte" zurück. Die beiden Verletzten hätten das Krankenhaus verlassen. Für die Kundgebung und ihre OrganisatorInnen ist das Feindbild dennoch klar. Auf dem Flyer heißt es: "Doch wie so oft wurden die Täter (Flüchtlinge) von der Presse zu Opfern gemacht. Diesem treten wir entgegen!" Die Flyer sind mit "Infobüro Leipziger Land" unterzeichnet, welches offensichtlich erst kurz zuvor gegründet wurde.
Ein anwesender Journalist wird mehrfach von Neonazis bedrängt. Auf der Zugfahrt zurück wollen Neonazis seine Bilder, welche er von der Kundgebung gemacht hat, kontrollieren.

Quelle: 

* pressemitteilung der Polizeidirektion Leipzig vom 13.01.2018: "Auseinandersetzung im Stadtgebiet Wurzen"
* LVZ-Online vom 13.01.2018: "Fünf Verletzte bei Übergriffen an Wurzener Asylunterkunft"
* LVZ-Online vom 15.01.2018: ""Nach Gewaltausbruch in Wurzen: „Arbeit vieler Engagierter zunichte gemacht“"
* LVZ-Online vom 15.01.2018: "Wurzen: Einwohner sehen Gewalteskalation als neuen Tiefpunkt"
* LVZ-Online vom 16.01.2018: "Verletzter 16-Jähriger spricht über Gewaltexzess in Wurzen"
* LVZ-online vom 16.01.2018 "Vorfälle in Wurzen offenbaren: „Die Stadt hat ein Imageproblem“"
* LVz-online vom 17.01.2018 Extremismus-Experte Hajo Funke blickt auf die Folgen der Gewaltbereitschaft in Wurzen