Rechte Verhöhnung der sowjetischen Kriegstoten

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8.

Mai
2021
Samstag

In Schkeuditz werden am 08. Mai, dem Jahrestag des Endes vom Zweiten Weltkrieg, Kreuze mit neonazistischen und geschichtsrevisionistischen Inhalten entdeckt. Auf einem steht "8. Mai 1945 - Tag des Untergangs", auf einem weiteren "Klagt an – Mord – Vergewaltigung". Durch die Gleichsetzung von Verbrechen, begangen von Soldaten der Roten Armee, soll die Schuld und die Verbrechen der Wehrmacht und der SS als auch der deutschen Zivilbevölkerung während des Nationalsozialismus relativiert werden.

Die Sowjetunion hat, Militär und Zivilbevölkerung eingerechnet, mit ca. 27 Millionen Verlusten die meisten Kriegstoten während des Zweiten Weltkriegs erlitten. Der Krieg von Nazi-Deutschland gegen die Sowjetunion als auch gegen Polen war gekennzeichnet von ethnischen Säuberungen, die rassistisch und antisemitisch motiviert waren und deren Ziel die Schaffung von "Lebensraum im Osten" sowie die Vernichtung der Juden war.

Quelle: 

LVZ online vom 09.05.2021: Rechte verhöhnen Gedenken an Kriegstote in Schkeuditz