Roland Ulbrich (AfD) verharmlost rechtsterroristischen Anschlag in Halle

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10.

Oktober
2019
Donnerstag

Der Leipziger Stadtrat und Landtagsabgeordnete Roland Ulbrich (AfD) postet auf Facebook angesichts des rechtsterroristischen Anschlags in Halle vom 09. Oktober 2019 die Frage: "Was ist schlimmer, eine zerstörte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?“.
Bei dem Anschlag hatte der Täter versucht in eine Synagoge im Paulusviertel in Halle einzudringen und die dort anlässlich des höchsten jüdischen Feiertages Jom Kippur anwesenden Gläubigen zu töten. Seine Tat streamte er live ins Internet und bekannte sich eindeutig zu seiner antisemitischen, antifeministischen und rassistischen Haltung. Als er an den Sicherheitsvorkehrungen in der Synagoge scheiterte, erschoss er eine Passantin sowie eine Person in einem Dönerladen.

Der Facebook-Post von Roland Ulbrich muss als gezielte Provokation verstanden werden. Seine Frage impliziert, dass die Juden_Jüdinnen in der Synagoge keine Deutschen sind und verharmlost gleichzeitig den Anschlag und seine ideologische Grundlage.
Die gestellte Frage beantwortet Ulbrich übrigens selbst mit den Worten: "Es liegt noch nicht einmal der Versuch eines Tötungsdelikts an den Besuchern des Gottesdienstes in der Synagoge vor.“ Auch hier kann nur von einer gezielten Provokation ausgegangen werden, da sehr wohl eine Tötungsabsicht des Täters vorlag. Dies geht sowohl aus seinem vorher veröffentlichten Manifest, seinem Vorgehen und seiner Bewaffnung sowie seinem Geständnis hervor.
Bereits in der Vergangenheit fiel der Rechtsanwalt Ulbrich mit kruden Vergleichen und Überlegungen auf. So z.B. im Mai 2019, als er, ebenfalls bei Facebook, die Frage stellte ob Menschen welche AfD-Plakate abreißen, erschossen werden dürfen.

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