Thomas Feist (CDU) definiert, wer Leipziger ist

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1.

März
2020
Sonntag

Am Wahlabend der Leipziger Oberbürgermeisterwahl wird der Leipziger CDU-Vorsitzende Dr. Thomas Feist gefragt, ob jemand der bereits seit 25 Jahren in Leipzig wohne, kein richtiger Leipziger sei. Die CDU hatte dies im Wahlkampf als Argument gegen den Amtsinhaber Burkahrd Jung (SPD) ins Feld geführt. Feist antwortet daraufhin flapsig "Es gibt den schönen Spruch: Wenn eine Katze im Fischladen Junge bekommt, sind das dann Fische?" und führt weiter aus, das Burkhard Jung, welcher seit 2006 Oberbürgermeister der Stadt Leipzig ist, diese qua seiner Geburt nicht so gut kenne wie der in Leipzig geborene Sebastian Gemkow. Nach Widerspruch des Moderators bekräftigt Feist seine Ansicht, "auch wenn der [Burkhard Jung] mittlerweile Leipziger sein mag".
Mit der Argumentation zieht Feist eine Parallele zwischen der Zugehörigkeit zur Stadtgesellschaft und einem biologischen Abstammungsprinzip, welches nicht den Wohnort, sondern die Abstammung in den Fokus rückt. Seine flapsige Antwort begründet er später auf Twitter mit einem Bezug zum Komiker Eberhard Chors. Dieser war SS-Angehöriger und Wachmann im KZ Sachsenhausen. Dr. Thomas Feist ist neben seinem Vorsitz des Kreisverbands der CDU auch Beauftragter für jüdisches Leben in Sachsen.

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