Turnier am "Tag der Teilvereinigung": Neonazis aus Wurzen, Grimma und Nordsachsen spielen Fußball

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3.

Oktober
2009
Samstag

Ein auf der Videoplattform Youtube eingestellter Film zeigt Neonazis des "Freien Netzes" bei einem Fußballturnier. Um dem mäßig attraktiven Gekicke zumindest einen politischen Zweck zu verleihen, berichteten die Neonazis später unter dem Motto "Das System ins Abseits": "Am Tage der Teilvereinigung, trafen sich Aktivisten und Freunde [...] um dem Ballsport zu frönen". Demnach habe das Turnier dazu gedient, "die Grundlage für eine weitere gute und produktive Zusammenarbeit [zu] legen". Der Bericht fand sich auf der Internetseite "Aktionsbüro Nordsachsen". Acht Mannschaften aus Torgau, Grimma, Eilenburg und Nordsachsen hätten teilgenommen; eine Mannschaft hätten die Wurzener selbst gestellt. Die Teams trugen illustre Namen wie "Sturm Grimma", "Sturm 20 Torgau", "Wurzner Jungs" oder "Terror Crew Muldental". Insgesamt sollen 90 Personen anwesend gewesen sein. "Das System" war beeindruckt.

In einem Online-Artikel des Antifaschistischen Infoblatts wird dieses Tunier sowie dessen Teilnehmer als ein Teil der "braunen Mischszene" des Muldentalkreises, bestehend aus organisierten Nazis, NPD, Rechtsrock-Bands, Schlägern und Hooligans beschrieben. Der Artikel deckt auf, dass aus dieser "Szene" etliche Angreifer des Überfalls auf Fans und Spieler des Roten Stern Leipzig in Brandis kamen.

Quelle: 

"Aktionsbüro Nordsachsen" (ex-Freies Netz Nordsachsen) vom 26.10.2009